Bereits vor der Einschulung sollten Kinder möglichst spielerisch an einen Zahnarztbesuch herangeführt worden sein. Zudem sollten ihre Eltern mit ihnen alle Früherkennungsuntersuchungen (FU) konsequent wahrnehmen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, Zahnerkrankungen, insbesondere Karies, Zahnfleischentzündungen und Kieferanomalien vorzubeugen und sicherzustellen, dass eine notwendige Behandlung frühzeitig erkannt und eingeleitet wird. Viele Erkrankungen können vermieden werden, wenn Kinder im Alter von 2,5-3,5 Jahren, wenn also alle oder fast alle Milchzähne durchgebrochen sind, an der ersten Früherkennungsuntersuchung (FU 1) und später, im Alter zwischen 4 und 6 Jahren, an der zweiten Untersuchung, der FU 2, teilnehmen.
Zusätzlich zur Unterstützung der häuslichen Mundhygiene und damit den Bemühungen der Eltern gibt es für Kinder ab dem 6. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr die zahnärztliche Individualprohylaxe (IP).
Ein frühzeitiges Kennenlernen der Praxisumgebung, des Zahnarztes und der Helferinnen sowie des Umgangs mit dem Behandlungsstuhl und der zahnärztlichen Instrumente (Spiegel, Sonde, Pinzette, Luft- und Wasserpuster) kann den Kindern helfen, sich an regelmässige Zahnarztbesuche zu gewöhnen und von Anfang an keine Ängste entstehen zu lassen.